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Die Adler Apotheke und ihre wechselvolle Geschichte

 

Nach: Hans-Heino Ingendoh, „Zur Geschichte des Apothekenwesens

auf dem Gebiet des Herzogtums Berg“ Deutscher Apotheker Verlag Stuttgart 1985.

 

 

Die Ära Teschemacher, Stubb, Hasenclever 1734-1784

 

Empfänger des ersten Privilegs der Adler Apotheke war Johann Wilhelm Teschemacher, der die Apotheke jedoch nur 3 Jahre leiten konnte. Sein Nachfolger wurde Abraham Stubb. Doch erst über den auf ihn folgenden Johannes Hasenclever ist etwas mehr bekannt. Er wurde „Johannes im Dorff“ und später „Apotheker im Dorff“ genannt.

Hieraus konnte man schließen, dass sich die Adler Apotheke in einem der Häuser am Markt befand. Johannes Hasenclever war verheiratet mit Elisabeth vom Scheidt, mit der er zwei Kinder hatte, Johannes und Katharina. Der Apotheker Hasenclever starb im Januar 1792. Seine Witwe ließ die Apotheke bis 1784 durch verschiedene Provisoren verwalten, da ihr Sohn Johannes Medizin studiert hatte und Arzt in Hückeswagen war. Dieser heiratete Magdalena Grund, mit der er vier Kinder bekam. Er starb schon früh im Alter von 37 Jahren. Seine junge Witwe zog mit den vier Kindern zu ihrer Schwiegermutter nach Remscheid. Hier lernte sie den elf Jahre jüngeren Provisor der Adler

Apotheke Leonhard Duden kennen und heiratete ihn 1780. Ein Portrait von ihm hängt im Apotheken-Museum in Schloss Burg. Seine Frau verstarb jedoch schon 3 Jahre später bei der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes.

Adler Apotheke Ruepp e.K.

Die Ära Duden, Augustin, Eskuchen von 1784-1881

 

Leonhard Duden erhielt am12. März 1784 sein eigenes Privilegium, nachdem er zuvor Maria Catharina Hartcop aus Hückeswagen geheiratet hatte. Sie entstammte der bekannten Familie Hartcop, die durch den Betrieb von Eisenhämmern an der unteren Bever (Harcopsbever) sehr wo h l h a b end

geworden war. Sie bekamen gemeinsam vier Kinder:

Die älteste Apotheke Remscheids und ihre Apotheker

 

In diesem Jahr, genau am 12.5. 2009 kann die Adler Apotheke in Remscheid auf eine wechselvolle Geschichte von 275 Jahren zurückblicken. Das Privilegium für die erste Remscheider Apotheke stellte die Kurfürstliche Regierung in Düsseldorf am 12. Mai

1734 aus.

Leonhard, Carolina, Gottfried und Theresia. In seine Zeit fällt auch die Verlegung der Adler Apotheke in die Scheidt Straße – heute Alleestraße. Die Bebauung des Bereiches des ehemaligen Remscheider Pfarrhofes fiel genau in die Zeit gegen Ende des 18. Jahrhunderts.

Leonhard Duden verstarb schon 1795 im Alter von 42 Jahren. Seine Witwe Catharina ließ nun die Apotheke fast 40 Jahre lang durch wechselnde Provisoren verwalten. Der Zustand der Apotheke verschlechterte sich zunehmend bis Dudens Sohn Leonhard, der inzwischen den Beruf des Vaters erlernt hatte und 1810 die Approbation als Apotheker erhielt, als Provisor in die elterliche Apotheke eintrat. Im Visitationsbericht vom 10. September 1811 stellte die von der Regierung abgestellten Prüfer jedoch fest: „Die Apotheke hat sich deutlich verbessert, weiterhin ist aber Leonhard Duden noch nicht als Verwalter bestätigt und noch nicht vereidigt worden“. Immer noch lag das Privilegium bei seiner Mutter Catharina Duden. Nachdem Leonhard Duden die Apotheke seiner Mutter zehn Jahre lang verwaltet hatte, stellte er gegen ihren Willen bei der Regierung in Düsseldorf den Antrag auf Übertragung der Apotheke auf seinen Namen. Am15. Mai 1821 wurde der Antrag vom Oberpräsidium in Köln genehmigt. Dagegen legte seine Mutter Einspruch ein. Sie wurde aufgefordert, das Privilegium ihres verstorbenen Mannes vorzulegen, was aber nicht geschah. Von der Regierung wurde mitgeteilt, das dem Sohn die Konzession nur unter der Voraussetzung erteilt worden sei, wenn er sich mit seiner Mutter einige. Er solle sonst gerichtlich klären, dass seine Mutter zur Fortführung des Privilegs nicht berechtigt sei.

 

 

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